Tuesday, December 26, 2006

Wie man schon in vorherigen Bildern gesehen hat (Johnson City) stehen die Amerikaner wirklich auf extreme Weihnachtsbeleuchtung. Leider gibt es hier weder Christkindlmaerkte noch das Tollwood. Dafuer haben wir hier den "Trail of Lights". Am Fluss entlang windet sich eine ca. 1,5 km lange Strasse, die links und rechts mit Lichtern geschmueckt ist. Ab Mitte Dezember kann man hier durchlaufen und die exzessive Lichtershow bewundern. Der Lichterweg kommt natuerlich an keinen Christkindlmarkt ran, ist aber trotz allem recht unterhaltsam.

Der Weihnachsbaum, an dem nichts echt ist. Man konnte sogar drunter stehen. Um den "Baum" herum gab es verschiedene Staende mit Essen. Natuerlich kann man bei so einer Veranstaltung keinen Alkohol kaufen. Erstens waere das "Public Display of Alcohol", was natuerlich gar nicht geht, und zweitens muesste jede Bude eine "Liquor License" haben. Sehr schade, Gluehwein oder heisser Caipi haetten perfekt her gepasst. Denn auch hier war es richtig kalt.

Verschiedene in Austin ansaessige Firmen (der Firmenname war natuerlich auf Schildern ausgewiesen) haben verschiedene Szenen, teilweise mit Musikuntermalung, dargestellt. Z.b. Winnie the Poo, Charlie Brown. Hier eine Dinosauriersze, mit der wir nicht wirklich etwas anfangen konnten. Sah aber interessant aus.
Saturday, December 16, 2006
Besuch von der Kathrin
Im November war Kathrin, fuer fast 2 Wochen hier zu Besuch und zusammen haben wir uns Texas etwas genauer angeschaut. Vieles war fuer mich selber auch neu.
Houston

Hier erstmal ein paar Zahlen: Houston ist die 4. groesste Stadt der USA und erstreckt sich ueber 1,600 qkm (wenn man sich darunter was vorstellen kann), der Hafen ist der groesste des Landes und der 6. groesste der Welt (wusste ich auch nicht). Laut Wikipedia hat Houston hat groesste Konzentration der Welt, was medizinischer Einrichtungen und Forschung angeht und nach New York am meisten Firmenhauptsitze. Durch Oel und die NASA ist die Stadt reich geworden. Fuer Leute die dort aufgewachsen und dann weggezogen sind, wie zum Beispiel fuer den Nathan, ist die Stadt ein Horror. Teilweise sind die Autobahnen in der Stadt 12 spurig und bei Berufsverkehr nicht empfehlenswert. Ausserdem gab es bis vor wenigen Jahren kein "zoning", also keine Baubeschraenkungen, und daher ist die Stadt wild gewuchert. Es gibt sehr reiche und schicke Viertel, aber auch sehr arme mit hoher Kriminalitaet. Ich wurde hier etwas vorbelastet und habe mir angewoehnt, die Stadt nicht zu moegen, habe aber nach der Erkundungstour mit Kathrin meine Meinung etwas geandert.

The Galleria ist die groesste Shopping Mall von Texas und die 5. groesste in den USA. In die (sehr elegante) Mall sind 3 Buerogebaeude und zwei Hotels integriert. Neben 375 Geschaeften, von Zara bis Armani, Gucci, Versace und Co gibt es eine Eislaufbahn und ab Thanksgiving prangt ein riesiger Weihnachtsbaum in deren Mitte. Natuerlich duerfen Restaurants aller Art nicht fehlen. Wir haben einen sehr langen und unterhaltsamen Nachmittag in der Galleria verbracht. Das Schlittschuhleihen und -laufen ist allerdings ziemlich teuer.

... und die erste Trambahnlinie, die von Downtown Houston durch den Museumsdistrikt (ja, es gibt wirklich gute Museen, u.a. Museum for Contemporary Art) am Zoo vorbei durch den Medical District an neuen Appartmentanlagen bis zum "Reliant Stadium", einem der groessten und neuesten Football Stadien der USA, fuehrt. Fuer eine texanische Grossstadt ist das schon was!

Hier die Entstation unserer Trambahnfahrt, das "Reliant Stadium", das das ehemals groesste Stadion der USA, den Astrodome (rechts, hinter der Ampel) abgeloest hat. Das Dach des Stadions laesst sich komplett zurueckschieben, und neben Spielen von Houstons Footballteam "Texans" finden hier das jaehrliche Houston Rodeo, Shows der "Monstertrucks" und andere riesen Events statt.
San Antonio
San Antonio ist ca. 1,5 Stunden von Austin entfernt. Die Hauptsprache der Stadt ist eher spanisch als englisch, es leben sehr viele Mexikaner hier. San Antonio ist neben seinem mexikanischem Flair und gutem Essen fuer The Alamo, den Riverwalk und seine Missionen bekannt und bei Touristen sehr beliebt.

The Alamo. Ein Zeichen der texanischen Unabhaengigkeit. "The Alamo" war die erste der 5 in San Antonio gegruendeten Missionen (1718), San Antonio de Valero genannt. Im mexikanischen Unabh�ngigkeitskrieg (1815-1821) eroberten die aufst�ndischen Mexikaner das Fort. Bei den Unruhen ab dem 2. Oktober, die schlie�lich zur Unabh�ngigkeit Texas' von Mexiko f�hrten (ja, Texas hat mal zu Mexiko gehoert), wurde The Alamo im Dezember 1835 von den aufst�ndischen amerikanischen Siedlern besetzt und weiter befestigt. Ein bekannter Name in diesem Zusammenhang ist Sam Houston. Heute ist der Alamo ein Museum, in dem man alte Waffen und Unformen bewundern kann.

Der Riverwalk entlang des San Antonio River: links und rechts vom Fluss kann man "flanieren" und in einem der unzaehligen Restaurants aller Art (primaer mexikanisch) essen. Oder wenn man Lust hat, kann man eine Bootsfahrt mitmachen. Abends ist der Riverwalk, auch zur Nicht-Weihnachtszeit, erleuchtet. Zur Hochsaison und am Wochenende sollte man den Riverwalk meiden, wenn man sich nicht wie an einem Adventssamstag in der Muenchner Fussgaengerzone fuehlen will.
Johnson City:
Auf dem Weg von Austin auf die Ranch faehrt man durch Johnson City. An diesem Punkt noch ein bisschen Geschichte: Lyndon B Johnson war der 36. amerikanische Praesident und hat das Amt nach der Ermordung von John F Kennedy 1963 (bis 1969) uebernommen. Da Mr. Johnson aus der kleinen Stadt kam, wurde diese nach ihm benannt. Um Weihnachten rum, genauer gesagt, ab nach dem Tag nach Thanksgiving, is Johnson City fuer seine exzessive Weihnachtsbeleuchtung bekannt. Angefangen wurde dies wohl von der Energiefirma im Ort "Pedernales Electric". Na, die koennen sich's ja leisten. Hier ein paar Eindruecke:
Auf dem Weg von Austin auf die Ranch faehrt man durch Johnson City. An diesem Punkt noch ein bisschen Geschichte: Lyndon B Johnson war der 36. amerikanische Praesident und hat das Amt nach der Ermordung von John F Kennedy 1963 (bis 1969) uebernommen. Da Mr. Johnson aus der kleinen Stadt kam, wurde diese nach ihm benannt. Um Weihnachten rum, genauer gesagt, ab nach dem Tag nach Thanksgiving, is Johnson City fuer seine exzessive Weihnachtsbeleuchtung bekannt. Angefangen wurde dies wohl von der Energiefirma im Ort "Pedernales Electric". Na, die koennen sich's ja leisten. Hier ein paar Eindruecke:

Der Turm der University of Texas, kurz UT. Die UT bildet mit dem Capitol das Zentrum von Austin. Der Campus der Uni ist mit vielen Baeumen sehr schoen angelegt. Abends ist der Turm erleuchtet. Wenn das Team der UT ein Footballspiel gewonnen hat, dann ist Kuppel orange beleuchtet. Der Turm ist mittlerweile nicht mehr begehbar. 1966 erschoss der Student Charles Whitman 13 Leute von oben. Ausserdem war es ein recht beliebter Punkt fuer Selbstmorde.

Das Football Stadion der UT.
Football ist in den USA, vor allem aber in Texas, sehr beliebt. Am Tag nach Thanksgiving findet immer das Spiel der beiden grossen rivalisierenden Universitaeten von Texas, UT gegen Texas A&M (=Agricultural & Mechanical), statt. Die Farbe der UT ist ein dunkles orange, "burnt orange" genannt. Ich weiss nicht wie gut es auf dem Bild rauskommt, aber das gesamte Stadion war organge. Ich selber war noch nie so nahe an einem Spiel dran. Der Lautstaerke war unglaublich.






































